Wichtige Tipps und Hinweise für Gastfamilien

Eine dringende Bitte vorab: informieren Sie sich bitte unter Ihrem Heimatland über die notwendigen Voraussetzungen (z. B. Alter/Herkunftsland des Aupairs, Visum, zu zahlendes Taschengeld, bereitzustellendes Zimmer, etc), die erfüllt sein müssen, um als Gastfamilie überhaupt ein Aupair aufnehmen zu können.

Die Anforderungen Ihres Heimatlandes an ein Aupair finden Sie hier: Australien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Spanien, USA.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann es losgehen:

Ihr Familien-Profil ist Ihre persönliche Visitenkarte! Je ausführlicher und aussagekräftiger Ihr Profil ist, umso größer sind Ihre Chancen, ein passendes Aupair zu finden. Beschreiben Sie im „Liebes Aupair-Brief“ die Mitglieder Ihrer Familie und den typischen Tagesablauf, den das Aupair vorfinden wird. Formulieren Sie diesen Brief am besten zweisprachig (ihre Muttersprache und Englisch) - das vergrößert Ihre Chancen ein passendes Aupair zu finden. Benennen Sie die Aufgaben Ihres zukünftigen Aupairs (z.B. Kinder zur Schule bringen/abholen, einkaufen, im Haushalt helfen) so detailliert wie möglich, damit sich Ihr Aupair keine falschen Vorstellungen von den Tätigkeiten bei Ihnen macht. Erwähnen Sie auch den Zeitaufwand, der dafür benötigt wird. Es ist sehr hilfreich, einen genauen Zeitplan zu erstellen, der die Arbeitszeit, Aufgaben aber auch Freizeit regelt. Ergänzen Sie Ihr Profil mit aussagekräftigen Fotos Ihrer Familie. Schreiben Sie ausführlich, was Sie von Ihrem Aupair erwarten (Aufgaben, Pflichten), aber auch, was Ihr Aupair von Ihrer Familie erwarten kann (z.B. Zeit für einen Sprachkurs, Monatsticket für den Bus, gemeinsamer Urlaub).

Wenn Sie bezüglich eines Aupairs nicht sicher sind, können Sie es um Referenzen bitten (z.B. ehemalige Lehrer oder Eltern, deren Kinder das Aupair bereits in der Vergangenheit betreut hat). Telefonieren Sie im Vorfeld mehrmals mit dem Aupair (z.B. via skype) und tauschen Sie mehrere E-Mails aus. So können Sie sich ein Bild von den Sprachkenntnissen machen und merken schnell, ob eine gegenseitige Sympathie besteht. Vertrauen Sie dabei Ihrem Gefühl. Wenn die „Chemie“ nicht stimmt und Sie kein gutes Gefühl haben, sollten Sie das Aupair nicht einladen und lieber weitersuchen. Sprechen Sie ruhig auch mit den Eltern des Aupairs, falls dies möglich ist, um sich ein Bild von der Familie zu machen.

Wenn das Aupair aus einem benachbarten Land kommt, ist es vielleicht möglich, das Aupair zunächst zu Besuch zu Ihnen nach Hause einzuladen oder sich im Heimatland des Aupairs zu treffen, um sich persönlich kennenzulernen.

Wenn Ihr Aupair zu Ihnen gekommen ist, so nehmen Sie sich bitte die Zeit und sprechen in den ersten Wochen alles Wichtige mit dem Aupair ab, damit es sich bei Ihnen zu Hause gut zurechtfindet. Wenn die Sprachkenntnisse des Aupairs noch nicht ausreichen, um Ihre Erläuterungen zu verstehen, schreiben Sie diese in einfachen Worten auf, zeichnen Sie eine Skizze oder demonstrieren Sie die Tätigkeiten (z.B. Bedienen der Mikrowelle, des Staubsaugers, etc.). Bedenken Sie, dass die Bedienung elektrischer Geräte von Land zu Land unterschiedlich sein.

Bitte lassen Sie das Aupair in dieser Kennenlernphase noch nicht mit Ihrem Kind allein. Beobachten Sie, wie das Aupair und Ihr Kind miteinander umgehen. Wenn Sie ein gutes Gefühl dabei haben, verlassen Sie zunächst kurz das Zimmer, die Wohnung, das Haus und dehnen Sie die Zeit der Abwesenheit dann immer mehr aus. Hinterlassen Sie dem Aupair immer eine Telefonnummer, unter der Sie stets zu erreichen sind. Legen Sie diese Nummer (aber auch eine Notrufnummer) gut sichtbar neben das Telefon und weisen Sie das Aupair darauf hin. Bitte sparen Sie in der ersten Kennenlernzeit auch nicht mit Lob, sprechen Sie aber offen Dinge an, die Sie stören.

Wenn Sie feststellen, dass das Ihr Aupair doch nicht in Ihre Familie passt und dass Probleme oder Konflikte entstehen, dann kann es vorkommen, dass sie den Rest der Zeit nicht miteinander verbringen möchten. In diesem Fall sollten Sie dem Aupair helfen, eine neue Gastfamilie zu finden.

Wenn schwerwiegende Probleme oder Konflikte auftreten, sollten Sie sich gegebenenfalls an die Behörden oder an eine Polizeidienststelle wenden.